Anders als geplant, ging es bei mir doch noch nicht am Freitag weiter in Richtung Westen - ich hatte meinen Aufenthalt in Olympos noch einmal um zwei Nächte verlängert, da es mir hier so gut gefällt. Auch wenn man nicht viel machen kann, es ist einfach eine echt entspannte Atmosphäre, die Leute sind cool drauf und auch das Wetter spielt mit konstant ~30 Grad und blauem Himmel perfekt mit.
Da nun alle Leute, mit denen ich was zusammen unternommen habe, bereits abgereist sind, machte ich es mir alleine am Strand bequem, wo ich mich mit relaxter Musik ausruhte und natürlich auch bräunte. Auch das Eincremen habe ich nicht vergessen gehabt. :) Und da auch mein Fitnessprogramm nicht zu kurz kommen sollte, habe ich mich zwischendurch ab ins Wasser gemacht. Dort bin ich dann eine ganze Weile lang an der Felsenküste entlang geschwommen, mal ohne Beine, mal ohne Arme - ein bisschen anspruchsvoll sollte es ja schließlich auch sein :)
Den Nachmittag wanderte ich nochmal ein klein wenig durch eine andere Region, ebenfalls mit zahlreichen Ruinen. Nach einer abkühlenden Dusche gab es auch schon Abendessen, diesmal Hähnchenkeulen mit türkischem Reis, Salat, Kartoffeln und Linsensuppe. Den restlichen Abend unterhielt ich mich mit einem türkischen Pärchen und Jerry aus China. Wir spielten gemeinsam Backgammon und redeten über die verschiedenen Länder und Sitten, welches wirklich interessant war. Aus jedem Gespräch bekommt man immer zahlreiche neue Informationen und Eindrücke über die anderen Kulturen mit - richtig spannend!
Den Samstag wollte ich dann "Power-Bräunen". Also ging es schon um kurz nach elf, nachdem ich ausreichend gefrühstückt hatte, mit ausreichend Wasser an den Strand. Wieder bei traumhaftem Wetter und am Rande des glasklaren Wassers sonnte ich mich einige Zeit, bevor ich wieder eine Schwimmeinheit absolvierte. Diesmal ein Stück weiter die Küste entlang als den Tag zuvor.
Wieder aus dem Wasser raus, wurde sich eine erneute Runde mit Sonnencreme eingeschmiert und gesonnt. Gegen frühem Nachmittag wurde mir die Sonne dann zu heiß, sodass ich mich auf den Weg zum Hostel machte. Auf dem Weg holte ich dann gleich eine AfterSun-Lotion, da ich mich wohl nicht gut genug eingecremt hatte und so bereits ein paar schöne rote Flecken bemerkte. Aber immerhin nicht am ganzen Körper Sonnenbrand! :-)
Den restlichen Nachmittag unterhielt ich mich dann mit Jerry und döste ein wenig in der so tollen Chillout-Area. Ich könnte den ganzen Bericht darüber schreiben, wie unglaublich bequem es ist und wie gerne ich so etwas auch zu Hause haben würde aber naja. Hier nochmal ein Bild, damit ihr auch wisst, wovon ich schwärme:
Ist nicht das beste Bild aber hatte vergessen, noch einmal ein schönes zu machen :D Abends lud Jerry mich dann auf ein Bier ein und das türkische Pärchen kam erneut dazu, sodass wie nach dem Essen dann wieder in netter Runde zusammen saßen. Derweil bemerkte ich dann, dass der Sonnenbrand doch eher großflächig war. Ob Stirn, Achseln, Hüfte oder Fußzehen, alles war vertreten. Nach und nach kam eines zum anderen und der Sonnenbrand machte mich schon ordentlich müde, weswegen ich dann nach einigem Eincremen auch schon gg halb elf ins Bett ging.
Der nächste Tag war dann wirklich der Abreisetag. Nach fünf erholsamen und entspannten Tagen in Olympos machte ich meinen Weg mit verschiedenen Bussen in Richtung Kas ( ausgesprochen: Kasch). Dies ist ein kleiner Ferienort mit knapp 8000 Einwohnern, ebenfalls an der Mittelmeerküste; 180 Kilometer westlich von Antalya. Dort angekommen, traf ich zufällig gleich den Besitzer meiner Unterkunft am Busbahnhof, der mich und mein Gepäck dann mit seinem Mofa zur Pansion gefahren hat. Gegen Mittag kam dann auch Kage aus Singapur, den ich unterwegs in Kappadokien getroffen hatte. Zusammen wollten wir die Tage in Kas verbringen. So gingen wir uns dann nachmittags erstmal stärken nach den jeweils längeren Busfahrten und ruhten uns dann auf der Dachterasse der Pansion aus. Und natürlich spielten wir dabei Backgammon :)
Den Abend sind wir dann runter ans Wasser gelaufen und haben dann bei ein paar Bier den Sonnenuntergang auf den Felsen der steinigen Küste angeschaut, bevor es wieder zurück zur Unterkunft ging.
Für Montag hatten wir dann eine Tagesausflug mit dem Boot nach Kekova Island gebucht, auf der die berühmte versunkene Stadt liegt. Doch bevor es zu der "Sunken City" ging, gab es erstmal den ersten Schwimmstop in der Aquariumsbucht. Also packte ich meine Kamera aus und ging erstmal im "Aquarium" die Unterwasserlandschaften bewundern. Leider konnte ich mir nur eine Taucherbrille ausleihen, aber trotzdem konnte ich den ein oder anderen tollen Fisch oder Fischschwarm erkennen :)
Danach ging es der Küste von Kekova entlang, wo sich die versunkene Stadt befindet. Dies war ein normales Dorf am Rande der Insel, welche jedoch im 2. Jahrhundert durch einen Erdbeben abrutschte und nun fast komplett unterwasser ist. Durch den integrierten Glasboden im Boot konnten wir so vereinzelte Teile der Stadt wiedererkennen. Aber auch an Land sah man noch einzelne Ruinen oder Treppenstufen, die hinunter ins Wasser geführt haben. Ein Bild davon hab ich grad leider nicht griffbereit, da diese auf meiner Kamera sind und ich mit dem Handy keine Bilder gemacht habe davon. Aber so sah die Region dort aus:
Nicht übel, würde ich sagen :P
Nach dieser Attraktion gab es noch weitere Schwimmstopps und ein frischzubereitetes Mittagsbüffet auf dem Boot. Auch in einem kleinen Dorf an der Küste hielten wir an. Die Einwohner dort leben nur von dem Tourismus, wie ich erfahren habe. Auf dem Weg zur Burgruine, der einzigen Attraktion dort, wurden von den Einheimischen am Rande der ganzen Treppenstufen alles von Ketten, Teppichen bis zu getrockneten Kräutern angeboten. Kage und ich pausierten dann in einem kleinen Café und genossen den Ausblick bei einem schön kühlen Bier und dem wohl leckersten Eis, was ich jemals gegessen habe. Die hatten zwar nur drei Eissorten, doch diese waren dafür unglaublich. Ich hatte das Gefühl, als würde ich gerade frischen Pfirsisch eisgekühlt essen. Wirklich sehr lecker!
Nachdem wir am Ende nochmal zu einer Bucht voller Ziegen auf den Felsen geschwommen sind, haben wir uns dann im Shuttlebus auf dem Weg zurück nach Kas ausgeruht, denn dann war ein bisschen Sport angesagt :)
Nachdem wir unsere Sachen in der Pansion deponiert und uns sportlich angezogen hatten, ging es in den Fitnesscenter gleich um die Ecke, wo wir die nächste Stunde ein wenig die Muskeln spielen ließen :P
Den Abend verbrachten wir auf dem Marktplatz der Stadt, wo sich alles abspielte. Vollgefüllte Bars, Straßenmusiker, Menschen auf den Bänken am Bier trinken und kleine Kinder zwischen den streunenden Hunden am Volleyball und Fußball spielen - eine schöne und lebendige Atmosphäre. Dort tranken wir auch unser Feierabendbierchen und kamen ins Gespräch mit Einheimischen und anderen Reisenden. Am Ende saßen wir dann bei einer Gruppe Jugendlichen, welche traditionelle Lieder auf ihren Instrumenten spielten und gemeinsam sangen. Wir aßen Kekse und unterhielten uns, als ob wir uns schon länger kennen würden. Dann ging auch ein wirklich schöner Tag zu Ende.
Jetzt hieß es schon wieder Tasche packen, denn während Kage seinen Weg weiter nach Griechenland fortsetzt, setzte ich mich in den Bus in Richtung Antalya, wo ich dann nach zähen und unbequemen Stunden enlich nachmittags ankam. Von dem Busterminal ging es dann mit der Metro in die Innenstadt. Freundlicherweise hat mich ein türkisches Ehepaar mitgenommen, so konnte ich ein wenig Geld sparen und ich wusste auch direkt, wo ich hinmusste, um zu meiner kurzfristig gebuchten Unterkunft zu finden.
Alles hatte super geklappt und jetzt konnte ich erstmal entspannen un hatte das 4-Bett Schlafzimmer für mich, sodass ich in Ruhe dösen konnte. Anschließend holte ich mir noch was zu Essen und schlenderte über einen der größeren Wochenmärkte von Antalya, über den ich zufällig aufmerksam geworden war. Marktschreier, die sich gegenseitig mit Angeboten übertrumpften, volle Gassen mit Einheimischen, die ihre Wocheneinkäufe machten. Eine Vielfalt an Gerüchen von frischem Obst, aller Art von Gewürzen bis hin zu den Gerüchen der verschiedenen Essensständen. Selbst ein Stand grillte frischen Thunfisch für die Kunden.
Nachdem ich dachte, der Markt in Avanos, in Kappadokien, wäre schon echt eine tolle Erfahrung gewesen, dann weiß ich nicht, was das hier war. Es war wirklich viel türkischer, wenn man dass so sagen kann. Keiner konnte Englisch, ich war der einzige Tourist, die Preise waren ebenfalls nicht überteuert. So kaufte ich ein Kilo frischer Äpfel für umgerechnet 30 Cent und ein halbes Kilo Kirschen für 40 Cent. :) Danach ging es dann relativ früh ins Bett, denn die Busfahrten und obendrauf die 34 Grad Hitze schlauchen ein bisschen :)
Heute war einfach nur entspannend. Ich hatte nichts geplant und von daher gab es keine Eile, sondern alles wurde gemacht, so wie ich gerade Laune hatte. Nachdem ich leider nur ein bisschen von dem Frühstücksbüffet gegessen hatte, da ich mit halb 10 anscheinend sehr spät dran war, machte ich mich auf in die Stadt, welche es zu erkunden galt. Von der Altstadt aus machte ich mich zum Hafen und zu den verschiedenen Basaren - einfach nur ein bisschen rumlaufen und die Eindrücke einer neuen Stadt auf mich wirken lassen. Unterbrochen von einem längeren Nickerchen war das mein heutiger Tag zusammengefasst :)
Jetzt gehts direkt schlafen, denn morgen gehts zusammen mit meinem Bro Luki für ein paar Tage die Stadt unsicher machen :)









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