Heute war der erste Tag, an dem ich hier in der Türkei mal etwas länger schlafen konnte. Viel vorgenommenfür den Tag hatte ich mir nicht. All die Tage zuvor war ich ununterbrochen unterwegs und jetzt musste ich einfach mal entspannen :)
Nachdem ich also in Ruhe gefrühstückt hatte, ging ich in die Innenstadt beziehungsweise besser gesagt die ei zige Hauptstraße hier in Göreme. Von dort aus fuhr ich dann mit dem "dolmus", dem Bus, in das 9 km entfernte Avanos. Diese Stadt ist landesweit bekannt für seine Töpferkunst und dies wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Also ging ich durch die Straßen mit Ständen voller getöpferter Sachen und fand schließlich auch einen kleinen Laden, wo mich der Inhaber herzlich begrüßte und mich zu sich einlud. Und da ich natürlich interessiert war, wie all die Sachen hergestellt werden, hat er sich kurzerhand umgezogen und mir eine kleine Privatvorstellung gegeben. Dann durfte auch ich mal probieren - gar nicht so leicht, wie es aussieht. Trotzdem habe ich immerhin was Ordentliches hinbekommen :)
Nachdem ich den Laden dann wieder verlassen hatte, war es mal wieder an der Zeit, was neues an traditionellem Essen auszuprobieren. So ging ich kurzerhand zu dem Restaurant, welches für traditionelle Speisen bekannt ist, besonders für die Gehirnsuppe. Und weil ich mir gesagt habe, ich möchte alles probieren, entschied ich mich nach kurzem Zögern dann doch für diese außergewöhnliche Suppe. Aber zusammen mit Knoblauch und Essig sowie mit dem frischen Brot war es wirklich schmackhaft - nachdem ich verarbeitet hatte, dass ich gerade Kuh-Gehirn esse.
Als ich dann nach der Busfahrt und ein bisschen Rumlaufen wieder im Hostel angekommen war, wurde sich ausgeruht. Schließlich musste ich wirklich mal wieder einen Gang runterschalten :) Dafür ging es aber abends wieder weg, eine neue Speise ausprobieren, zusammen mit Anna, der Mitarbeiterin im Hostel und Jobathan aus der Schweiz. (Ja ich weiß, es kommt so rüber, als ob ich nur am Essen bin, aber hier gibt es einfach soo viel zum Probieren und alles ist unglaublich lecker! ) Naja auf jeden Fall gab es diesmal den sogenannten Testi Kebab. Dies ist ein Fleisch-Gemüse-Mix, welches in einem getöpferten Gefäß im Feuer gegart wird (siehe Foto). Zusammen mit Reis und Salat einfach soo lecker!
Heute, am Donnerstag, dem 4. Juni, stand auf der Tagesplanung, Kappadokien näher zu erkunden. Zusammen mit einer aus Taiwan habe ich dann einen Roller gemietet und bin durch die verschiedensten Städte und Landschaften gefahren. Blöderweise hatte ich vergessen, meine Arme vorher einzucremen und so durfte ich die Rechnung nach der Spritztour mit einem schönen Sonnenbrand bezahlen. Trotzdem war es echt cool, die verschiedenen Landschaftsbilder selbst zu erkunden, ohne in irgendwelchen überfüllten Tourbussen zu sitzen. So konnte man anhalten, wann man wollte und einfach den Ort genießen, wo man gerade sein wollte.
Wieder zurück im Hostel, wurde mal wieder entspannt und ein bisschen mit den anderen Reisenden Karten gespielt und Tee getrunken. Zu Essen gab es diesmal wieder die türkischen Hackbällchen "Köfte". Danach hab ich dann zufällig wieder jemanden erkannt von vor ein paar Tagen und so entschloss ich mich kurzerhand, mit ihm in sein Hostel zu gehen, da die dort eine BBQ-Party machen wollten. So lud ich mich dann selbst ein und hatte als Nachtisch praktisch noch jede Menge Fleisch mit eingelegtem Gemüse. Nach diesem echt lustigen Aufenthalt wartete im Hotel schon die nächste Überraschung auf mich. Vier neue Gäste aus Polen waren angereist und hatten mehrere Fläschchen polnisches Hochprozentiges mitgebracht. Und so kam es, dass wir einen noch echt lustigen Abend zusammen verbrachten, obwohl wir uns gerade erst kennengelernt hatten.
Am Freitag war Markt in Avanos, wo ich unbedingt hinwollte, da ich gerne den traditionell türkischen Wochenmarkt mal erleben wollte. Also ging es wieder mit dem Minibus raus aus Göreme in Richtung Avanos. Dort konnte man schon direkt erahnen, wo genau der Markt sich befindet. So lief ich den mit frischem Obst bepackten Einheimischen entgegen und folgte der immer lauter werdenden Geräuschkulisse, bis ich schließlich auf dem großen, teils überdachten Marktplatz angelangt war. Frisches Obst und Gemüse, soweit das Auge reicht, Gewürz- oder Nussstände. Die Verkäufer schrien um die Wette. Am Rande saßen die Alten und spielten Tavla, bei uns bekannt als Backgammon.
Eine wirklich schöne Erfahrung, die noch besser wurde, nachdem ich mich durch das frische Obst durchprobierte. So frisch und einfach so lecker. Also entschied ich mich kurzerhand, ein bisschen für die nächsten Tage zu kaufen. Neben Erdbeeren und Kirschen, Pfirsichen und Aprikosen kaufte ich noch Pflaumen, Äpfel, Bananen sowie eine mir immer noch unbekannte, aber leckere Frucht. Von allem jeweils ein halbes Kilo.
Meine Freude wurde noch größer, als ich realisierte, dass ich das alles für lediglich 3,50€ bekommen hatte. :)
Am Ende ging ich noch in die Klamottenabteilung, denn der Markt war aufgebaut wie eine Art kleiner Supermarkt; in der einen Ecke gab es Obst und Gemüse, der anderen Werkzeuge und Spielesachen und eine andere Ecke war für Klamotten gedacht. In dieser Abteilung holte ich mir dann ein paar Sneaker-socken, zwei hummel-T-Shirts sowie ein Hemd.
Glücklich und geschwitzt vom heißen Wetter ging es dann wieder zurück "nach Hause". Jetzt stand auf dem Plan, zu einer Turkish Night zu gehen. Dies ist eine Show, die mehrmals die Woche stattfindet und die verschiedensten Showacts beinhaltet. Das Programm wird kombiniert mit einem Abendessen, den verschiendensten Snacks sowie unlimitierten Getränken. Dann hieß es Showact after Showact. Begonnen mit den Whirling Derwishes - Männer, die sich minutenlang um die eigene Achse drehen, ohne dass ihnen schwindelig wird - weiter mit einer traditionellen türkischen Hochzeit, bis hin zu mehreren Tänzen. Und dann kam die Bauchtänzerin, welche ebenfalls mit einen paar Zuschauern tanzen sollte. Und dreimal dürft Ihr raten, wer ausgewählt wurde?! Nachdem ich bei dem Act mit der Hochzeit schon einen der potentiellen Bräutigams gespielt habe, wurde ich sowie 2 weitere aus unserer Gruppe ausgewählt. So bekamen wir alle eine typische "Bauchtänzerkette" um den Bauch gebunden und durften so vor circa 100 Gästen zeigen, was wir drauf hatten.. Oh man, das war vielleicht was.
Trotz allem hat es echt richtig Spaß gemacht, die Leute waren super und alles hat gestimmt. Der Abend wird auf jeden Fall in Erinnerung bleiben :)
Den Samstag hab ich dann wieder ein bisschen ruhiger gemacht. Eine Aktivität am Tag reichte dann, da wir auch abends meist noch was gemacht hatten und schließlich muss man auch ein bisschen auf sein Geld achten.
Also wurde, wie fast jeden Morgen, erstmal in Ruhe gefrühstückt und sich ein bisschen unterhalten. Nachmittags entschied ich mich dann spontan dazu, zu ein paar Leuten aus dem Hostel dazuzustoßen und mit denen gemeinsam eine Quad-Tour zu machen. Mal wieder eine perfekte Entscheidung, wie sich rausstellte. Das Wetter war einfach nur klasse und mal wieder Quad zu fahren und um die Kurven zu driften hat einfach nur unglaublich viel Spaß gemacht. Aber dafür war es auch so anstrengend, auch durch den Staub, der einem trotz Sonnenbrille in die Augen kam. Glücklicherweise hats mich nicht umgehauen, denn zwei aus unserer Gruppe haben sich überschlagen und mussten teils die Reparaturkosten übernehmen. War zwar manchmal knapp, aber hab ja nochmal Glück gehabt :)
Den Abend gingen wir alle zusammen essen und anschließen Shisha rauchen, welche echt kein Vergleich ist zu denen in Deutschland. Schließlich ist Shisha rauchen hier Tradition.
Später ging es dann noch das Champions-League Finale in der benachbarten Bar schauen.
Am Hostel angekommen gab es dann noch ein bisschen kolumbianische Musik von den kolumbischen Gästen, bevor es erneut ins Bett ging.
Gestern war dann der erste Teil meines Blogs dran, den ich am Schreiben war, während ich mich ein wenig von der Sonne wärmen ließ. Danach durfte ich mit dem Hotelbesitzer Harun Fischen gehen, worauf ich mich wirklich gefreut habe, denn ich war noch nie fischen.
Also ging es zum vierten Mal nach Avanos, diesmal jedoch abseits der Häuser nahe an einen Staudamm.
Bei blauem Himmel warfen wir so die Netze rein und warteten einen Moment, aber schon nach kurzer Zeit hatten sich die ersten Fische verfangen. Als ich meinem ersten Fisch gefangen hatte, wollte ich natürlich ein Foto mit meinem ersten Fisch machen. Hat aber dann leider nicht so ganz geklappt, wie man auf dem Foto sehen kann:
Am Ende hatten wir dann 12 Fische gefangen, für jeden im Hotel einer.
Im Hostel angekommen, gab es leider keinen, der sich um Beilagen gekümmert hat. Also ging ich los und kaufte noch Kartoffeln und Zwiebeln sowie Zitronen für den Fisch und machte dann noch Bratkartoffeln für alle. Aber immerhin war es ziemlich lecker!
Den Abend verbrachten wir dann noch in einer Bar und auf dem Sunset Point, den besten Aussichtspunkt hier in Göreme. Das war ein echt schöner Abschlussabend in Kappadokien.
Heute hab ich eigentlich nur gepackt, Wäsche gemacht, Blog geschrieben und sonst relaxed, nichts besonderes :)
Gleich gehts dann mit dem Bus nach Antalya und von dort morgen direkt weiter nach Olympos. So sieht zumindest mein Plan aus :))










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